Die E-Sports Arena der Zukunft ?!?
Am heutigen Tage wurde ein neues Projekt zur Unterstützung des deutschen E-Sports veröffentlicht. Das deutschlandweit bekannte Turte Entertaiment startet in Zusammenarbeit mit der „kadawittfeldarchitektur“ und der Elite Universität „RWTH Aachen“ ein neues Projekt.

Die Rede ist von der „E-Sports Arena der Zukunft“. Doch das ganze Unterfangen ist nicht nur ein normales Projekt, die Umsetzung der „E-Sports Arena der Zukunft“, wird als ein Wettbewerb gestaltet. 35 ambitionierte Studenten haben sich für das Projekt beworben und haben nun die Chance auf 1.000€ und den vielleicht anstehenden Folgeauftrag für die Umsetzung der „E-Sports Arena“.
Doch was können wir uns unter dem Begriff einer „E-Sports Arena“ vorstellen. Man kennt Arenen aller Olympia Stadion (Berlin) oder die Köln Arena. Jedoch wird diese Arena nicht viel mit Fußball zu tun haben. Die Arena soll über 10.000 E-Sportlern Platz bieten. Auch vom technischen Aspekt wird die Arena auf den neusten Stand sein. Anstatt eines großen grünen Rasens werden tausende von Netzwerkkabeln verlegt werden.
Das ganze ist laut Turtle Entertaiment „Eine architektonische Ausformulierung unserer Leidenschaft“
Doch wie läuft nun der Wettbewerb im Einzelnen ab?
Jeder der 35 teilnehmenden Studenten entwirft ein Model der „E-Sports Arena“, dieses wird dann nach E-Sports Kriterien (Welche offiziell noch nicht bekannt gegeben wurden) beurteilt. Der Gewinner darf sich dann über 1.000€ freuen und hat die Gelegenheit sein Modell im Sommer auf der Games Convention 2008 in Leipzig zu präsentieren.
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fraglich
Fraglich ist nur, ob dieses Projekt Zukunft hat. Wie ich in der Vergangenheit beobachten konnte, blieben die Finals und IFNG Besucheranzahlen weit unter den Erwartungen der ESL - 0
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- 0AFafn
top
gute idee... wird aber denke ich noch dauern, bis man sowas realisieren kann. allein preislich ist das ein riesen schritt für die esl...
aber wenns wirklich klappt, wäre es natürlich ein guter fortschritt für die szene. 🙂 nur leider zu weit weg 🙁 - 0
find ich toll
ich finde das toll. selbst wenn es am ende nicht verwirklicht werden kann, ist zu erkennen, dass die esl versucht die ganze sache immer professioneller zu sein.
meiner meinung nach stehen dahinter aber auch knallharte finanzielle interessen. ich denke nicht, dass es sehr billig ist für die finals von eps und extreme masters eine location zu mieten. vllt. sogar so teuer, dass sich so eine arena schon nach 10 jahre rentiert.
zusätzlich wäre es auch denkbar die ifng und andere große externe veranstaltungen wie wcg, eswc und konsorten an diesen standort zu holen.
damit könnte sich das am ende durchaus lohnen. außerdem lässt sich so eine halle sicher auch für andere anlässe verwenden. damit könnte auch geld reinkommen.
von daher bin ich zuversichtlich, dass es zum bau dieser arena kommt 😉 - 0
Schön, aber...
...meiner Meinung nach in naher Zukunft nicht realisierbar, zumindest nicht in Deutschland. Ich muss zwar zugeben, dass ich nicht wirklich Ahnung von der ESL und anderen Ligen habe, doch denke ich, dass es einiges mehr als zehn Jahre braucht, bis sich eSport hierzulande insofern durchsetzt, dass eine solche Halle mit 10.000 Zuschauern durchsetzt.
Ich war am vergangenen Samstag als Gast der PL-Redaktion bei den Finals in Köln und habe einen Eindruck von der tollen Atmosphäre gewonnen und ich finde es wirklich klasse, was Turtle Entertainment da aus dem Boden gestampft hat.
Auch mag die angeblich totgesagte CS-Gemeinde aktiver denn je sein, allerdings hält sich die allgemeine Begeisterung, sprich ein Massenpublikum, in Grenzen.
Ganz anders als in Asien, speziell in Südkorea und teilweise auch Japan, wo sich solche Hallen durchaus füllen lassen und die Besten fast schon als Halbgötter verehrt werden, ähnlich den Sumotori.
Und das hat einfach etwas mit der Mentalität der Europäer bzw. der Deutschen zu tun. Fussball oder aktuell Handball sind "alte" Massensportarten, die sich über die vergangenen knapp hundert Jahre durchgesetzt haben, die in Zeiten bitterer Not und Armut, oder auch in Krisenzeiten ein wenig Abwechslung in den Alltag gebracht haben. Du musstest selbst nicht Fussballspielen können, um Fan einer Mannschaft zu sein und ins Stadion oder in die Halle gehen zu können. Und die Kinder haben auf den Bolzplätzen die Aktionen der grossen Stars von Walter, Rahn, Beckenbauer, Müller, Klinsmann oder Bierhoff nachgespielt. Seit den Zeiten des Volks- bzw. Rundfunkempfängers wurden Sportveranstaltungen übertragen, du konntest bei dir zuhause oder in der Kneipe hunderte Kilometer entfernt sein und trotzdem live jede Aktion mitbekommen und mitfiebern, Beispiel die WM 1954 in der Schweiz und das "Wunder von Bern". Heute ist es egal, wo du bist und wo die jeweilige Veranstaltung, egal ob WM oder Olympiade stattfindet. Alles wird live im Fernsehen, im Radio und im Internet übertragen, und das in allerbester Qualität.
Und gerade in Zeiten des immer perfekter werdenden Streams aufgrund immer preiswerterer Breitbandverbindungen wird es für den interessierten Zuschauer auch nicht nötig werden, in eine Arena zu gehen, um Computerspiele "nur" anzuschauen. Viele Jugendlich in Deutschland gehen doch heute schon kaum noch vor die Tür, weil der Computer und die virtuelle Welt viel mehr hergeben und man sich mit seinem besten Freund via Skype, TS oder was auch immer genauso gut unterhalten kann, während man sich auf noDust, in Karkand oder in den Düstermarschen miteinander oder gegenseitig fraggt.
Die deutsche eSport-Gemeinde ist noch im Wachstum, die älteren Generationen stehen den Computerspielen mehrheitlich skeptisch gegenüber. Daher wird es noch lange brauchen, bis sich eSport als Breitensport durchsetzen wird, vielleicht sogar irgendwann olympisch wird. Aber genau das wird noch sehr lange dauern, auch wenn ich keinen Zweifel habe, dass es irgendwann der Fall sein wird. Dazu muss sich Deutschland erst von der allgegenwärtigen Umklammerung der Amerikanisierung losmachen und sich Richtung Asien orientieren, denn das ist der eSport-Markt der Zukunft, genauso wie es nicht mehr lange dauern wird, bis China Deutschland als Exportland Nr.1 ablöst.
Der Bau einer solchen Arena wird bald kommen, aber nicht in Deutschland. Vielleicht werden asiatische Interessenten Auge und Ohr für dieses tolle Projekt haben. - 0
Schön ausgeführter Beitrag, Balu
Vor allem der historische Vergleich zu den klassischen, populären Sportarten. Soweit hatte ich ehrlich gesagt nie gedacht, aber stimmt schon - das geht wahrscheinlich wirklich zurück bis zum Anfang von Brot und Spielen. 😉 - 0
domo...
...arigato gosaimashita, Torsten-San 😉
Ich hätte in der Tat sogar bei den Griechen, also lange vor den römischen "Brot und Spielen" ansetzen können, wollte aber allerdings den Bezug zu Deutschland nicht verlieren. Und hier ist Fussball, gefolgt von Handball, die Breitensportart Nr.1, was eben Baseball und Football in den USA sind.
Und nun ins Bett, schon wieder viel zu spät, obwohl ich mich hier und heute wieder einmal durch viele neue und interessante News und Infos wühlen durfte. - 0
Neuer Forumthread
Habe anlässig der Diskussion in den Kommentaren einen Diskussions Thread im Forum eröffnet:
Zum Thread klick mich fest! - 0

Torsten0
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