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Allgemein24.08.2008, 02:35← Alle News

Halo Wars – Strategie aus dem Halo Universum angespielt

RonnyRonny4.308 LeserLesezeit 4 Min

Ein zwölf Quadratmeter kleiner Raum, gefüllt mit vier Programmierern und fünf weiteren Personen, welche sich auf vier Full HD tauglichen Bildschirmen den ersten Strategietitel aus dem Halo Universum „Halo Wars“ ansehen durften, dies war die Situation in der wir uns plötzlich auf der Games Convention 2008 in Leipzig befanden. Und was uns dann präsentiert wurde, erstaunte selbst uns eingefleischte und grafikverwöhnte PC User.

Halo Wars – Strategie aus dem Halo Universum angespielt
Es lebe das neue Full HD Format, denn mit diesem kann man jetzt nicht nur grobe Polygongrafik auf einer Konsole darstellen, sondern erstmals auch fein detaillierte Modele auf einem Bildschirm zeigen. Ein Spielgenre lebt besonders von solcher Grafik und ist auf diese angewiesen, das Strategiegenre. In keinem anderen Genre ist es so ersichtlich notwendig, hoch auflösende Grafik zu verwenden. Hunderte von kleinen Figuren, Fahrzeugen und Gebäuden müssen so dargestellt werden, dass man auf einen Blick erkennen kann, um was es sich handelt ohne lange rätseln zu müssen. Bisher war dies für die Konsole ein Problem. Zwar gab es in der Vergangenheit immer wieder Versuche, PC Strategiespiele auf der Konsole umzusetzen, doch letztendlich scheiterten sie am benannten Problem. Auf der Games Convention 2008 konnten wir uns jedoch erstmalig einen Eindruck von einem Strategiespiel machen, welches ausschließlich auf der XBox 360 erscheinen wird und in dem Universum spielt, welches bekannter nicht sein könnte, dem Halo Universum.

Zum Beginn der Präsentation stellten uns die vier Programmierer erst einmal die grundlegenden Möglichkeiten des Spiels vor. Auf was muss man achten, wie kann man seine Truppen steuern und was gibt es für schöne Effekte im Spiel. Dann durften wir uns selber an das Spiel setzen und ein erstes Testlevel bewältigen.



Als alter Stratege bietet das Spiel nichts Neues und man fuchst sich schnell in das Spiel rein. Zum Beginn besitzt man eine Basis, welche man ausbauen muss. Hierbei sollte man darauf achten, dass man immer ausreichend Mittel zur Verfügung hat, um seine Truppen ausbilden zu können. Um das Spiel zu erleichtern gibt es nur zwei benötigte Ressourcen, die man im Auge behalten sollte. Zum einem wäre dies die Warenlieferungen und zum Zweiten das Energielevel. Um nicht gleich zu Beginn an mangelnden Rohstoffen zu versagen, bauen wir deswegen als Erstes einen Flughandelshafen, welche kurz nach Fertigstellung mit den ersten Rohstoffen beliefert wird. Als nächstes müssen wir uns noch um das Energielevel kümmern und aktivieren den Bau eines Kraftwerkes.

Da dies etwas Zeit benötigt, bauen wir parallel dazu noch eine Kaserne um unsere Basis gegen eventuelle Rush-Angriffe des Gegners zu schützen. Fast zeitgleich werden beide Gebäude fertig und während wir die ersten Landeinheiten ausbilden, können wir zeitgleich mit dem Bau der Waffenfabrik beginnen in der wir anschließend die ersten Panzer fertigen lassen können. Mit einer Markierung legen zudem den Sammelpunkt fest, an dem sich die produzierten und ausgebildeten Truppen nach ihrer Fertigstellung einfinden sollen.

Es dauert nicht lange und wir haben eine erste kleine Truppe zusammengestellt. Einer der Programmierer weist uns zudem auf einen Punkt auf der Karte hin, auf der wir mit einer weiteren Basis expandieren können. Die Größe und Fläche ist vorgegeben. Auf unsere Frage ob man diese erweitern kann, bekamen wir zur Antwort, dass dies möglich ist. Jede Basis ist rechteckig und mit bestimmten vorgegebenen Quadranten bestückt. Auf diese Quadranten kann man die jeweiligen Gebäude errichten lassen. Die vier Eckpunkte der Basis kann man zusätzlich mit Wachtürmen bestücken. Der Ausbau der Basis und die weitere Eroberung von zusätzlichen Basisplätzen, ist aufgrund der doch zu Beginn beschränkten Baumöglichkeiten, von wichtiger Bedeutung.

 
Nachdem wir unsere zweite Basis errichtet haben, schicken wir unseren ersten Stoßtrupp erst einmal in Richtung Gegner. Unterdessen sorgen wir für Luftunterstützung in dem wir noch einen Hangar errichten lassen. Natürlich ist die Schwierigkeit der Gegner auf ein Minimum eingestellt gewesen, denn schon nach kurzem Gefecht streckt dieser seine Waffen. Ein weiterer kleiner Verband von Gegnern wird von uns mit einem Flächenbombardement empfangen, ein Special welches man zusätzlich anfordern kann. Zu den Specials zählt unter anderem auch ein kleiner Nuklearschlag.

Was uns besonders auffiel, war die einfache Steuerung mit dem XBox 360 Kontroller. Die Einheiten konnte man schnell auswählen und in Gruppen zusammenfassen. Diese wurden dann im unteren Bereich des Bildschirms angezeigt und mit Hilfe der L-R Taste switchte man zwischen diesen hin und her. Auch die Effekte im Spiel stehen den PC Strategiespieleffekten in Nichts nach. Explosionen sind schön dargestellt und die Aktionen der Einheiten sind einfach nur schick anzusehen. Wenn die Entwicklung der Konsolenspiele so weiter geht, wird es langsam eng für den PC, da die Konsolen auch die letzten Spielbastionen des PC’s einnehmen werden.

Wer es jetzt immer noch nicht glauben kann, dass man auf einer Konsole ein grafisch gutes Strategiespiel programmieren kann, für den haben wir extra eine „Halo Wars“ Bildergalerie angelegt, in der ihr die besten Screenshots aus dem Spiel findet.



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