Kolumne: Alarmstufe Rot 3 und SecuROM
Vor vielen Jahren sagte einmal ein bekannter Politiker folgenden Satz „Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.“ EA kennt eine weitere Furcht, die Furcht vor den unzähligen Raubkopierern, welche nur darauf warten, dass nächste Spiel von EA zu kopieren. Um dieser Furcht entgegen zu wirken, kamen die Manager von EA auf eine geniale Idee und begannen damit ihre Spiele mit einem Kopierschutz von Sony auszustatten. Was EA jedoch dabei vergaß war, dass ein anderer Industriezweig zuvor schon auf diese Idee kam und dadurch ihren Untergang besiegelte.

Im EA Supportforum von Command and Conquer erklärte ein Sprecher von EA das beim Spiel Alarmstufe Rot 3 der Kopierschutz SecuROM auf der Spiel-DVD integriert wird. Zusätzlich wird über eine Onlineverbindung das Spiel authentifiziert. Dies kann man insgesamt fünfmal bewerkstelligen, danach muss man sich an den Kunden-Support von EA wenden. Aller Wahrscheinlichkeit wird dieser, wie bisher schon wie üblich, kostenpflichtig sein.
Begründet wird dieser Schritt mit den unzähligen Raubkopien die bisher von EA Spielen gezogen wurden. EA erklärt der Community, dass hinter dem Spiel jede Menge Arbeitsstunden stecken und die Menschen hinter dem Spiel auch bezahlt werden möchten. Alles Richtig und alles auch korrekt, doch statt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, sollte EA sich einfach mal mit Unternehmensgeschichte beschäftigen.
Auch in der Musikindustrie hatte man dieses Problem und statt Alternativen zu suchen, wurde der Kopierschutz eingeführt. Diejenigen, welche immer noch ihr Geld für Original-CD`s ausgaben, hatten plötzlich ein Problem. Die gekauften CD´s liefen nicht mehr auf allen Playern und man konnte keine Privatkopie mehr ziehen. Auch die Beschwichtigungen der Industrie und die Erklärungen dazu, halfen nichts. Die Käufer waren verärgert und begannen sich ihre Titel aus dem Netz zu ziehen oder sich diese auf anderer Weise zu beschaffen. Der Untergang der Musikindustrie wurde damit eingeläutet.
Bei EA wird es wohl nicht so lange dauern, denn der erste Titel mit dem Kopierschutz SecuROM wurde bereits angekündigt und EA kann sich jetzt schon über jede Menge negativer Publicity freuen. „Spore“ heißt das gute Teil und dies sollte der Verkaufsschlager für das Weihnachtsgeschäft werden. Daraus wird wohl nix, wenn man sich jetzt schon die negativen Kritiken, wohlgemerkt nicht zum Spiel, sondern zum Kopierschutz durchliest.
Alleine auf der englischen Amazonseite ließen knapp 2.000 Kunden (Tendenz stark steigend) ihren Frust ab, indem sie dem Spiel nur einen Stern verpassten. Bei den dazugehörigen Kommentaren sieht es noch katastrophaler aus. Über 10.000 User hochgerechnet, schlossen sich diesen negativen Kritiken an. Der Tenor ist hierbei gleich bleibend. „Wir wollen kein SecuROM Kopierschutz.“ Auch auf der deutschen Amazonseite erkennt man die weitläufige Meinung der Kunden. Immerhin über 200 User von knapp 300 sind der selbigen Meinung wie die englischsprachigen Kunden. Eie Zahl die man nicht unterschätzen sollte. Auf unserer Nachfrage bei EA bekamen wir nur ein „Schweigen im Wald“.
Für alle welche sich jetzt Fragen „Warum der ganze Rummel um ein Kopiersystem?“ hier die Erklärung dazu. SecuRom ist nicht irgendein Kopierschutz sondern wird von Microsoft als so genanntes Rootkit eingestuft. SecuROM wird zusammen mit dem Spiel auf der Festplatte installiert, ob man dies will oder nicht. Deinstalliert man das Spiel wieder, so verbleibt SecuROM auf der Festplatte. Ein Löschen dieses Programms ist nur möglich wenn man die Festplatte formatiert.
Quelle: http://forums.ea.com/mboards/thread.jspa?threadID=430797&start=0&tstart=0, EA Forum;http://www.amazon.com/review/product/B000FKBCX4/ref=cm_cr_dp_all_helpful?_encoding=UTF8&coliid=&showViewpoints=1&colid=&sortBy=bySubmissionDateDescending, Amazon UK;http:/
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