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Szene21.09.2008, 09:54← Alle News

Halloween-Verbot: Bayern dreht durch

BaluBalu2.903 LeserLesezeit 2 Min

Halloween, das Fest der Geister und Kürbisköpfe, gefeiert in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, erfreut sich seit Jahren in Deutschland immer größerer Beliebtheit: Junge Menschen laufen als Schreckgespenster verkleidet mit ausgehöhlten Kürbissen herum und feiern bis der Morgen graut. Damit ist jetzt um Mitternacht Schluß - so der Wille des bayerischen Innenministeriums.

Halloween-Verbot: Bayern dreht durch
Ursprünglich fanden die Feiern vor allem in der Nähe der amerikanischen Kasernen oder auch in irischen Pubs statt, doch entwickelte sich im Laufe der vergangenen Jahre daraus ein wahres Partyspektakel auch in bayerischen Kneipen und Diskos. Dazu entstand aufgrund der Nachfrage an Halloween-Partyartikeln auch eine eigene Branche mit vielen Arbeitsplätzen.

Landesweit wird dem Treiben jetzt ein Ende gesetzt. Der Grund: Der 1. November, Allerheiligen, ist ein so genannter "stiller Feiertag". Öffentliche Unterhaltungs-Veranstaltungen mit Musik und Tanz sind ebenso wie private Parties über eine gewisse Lautstärke an diesem Tag streng verboten. Das bedeutet, dass sämtliche Veranstaltungen um Punkt Mitternacht beendet werden müssen - normalerweise geht es dann in den Kneipen und Diskotheken erst richtig los.
Das Gesetz trat zwar bereits am 1. Januar 2005 in Bayern inkraft, wurde aber bislang nahezu überall relativ freizügig ausgelegt, die Sperrzeit wurde mit Behördensegen meist bis maximal 5 Uhr morgens gedehnt.

In Bayerns Landeshauptstadt München hatte die Kreisverwaltung in Person ihres Referenten, Wilfried Blume-Beyerle, bisher ebenso wie andernorts immer eine liberale Linie gefahren. Wenn möglich, wurden Halloween-Parties genehmigt. Doch jetzt funktioniert die Ausnahme nicht mehr. Am 15. September wies die Bezirksregierung Oberbayern, wozu Stadt und Landkreis München gehören, im Auftrag des Innenministeriums den Referenten an, das Feier-Verbot strikt durchzusetzen und bereits erteilte Genehmigungen wieder aufzuheben: "Der Schutz des Feiertages muss garantiert werden".

Und was für München gilt, muss für Bayern Recht sein. So werden ab diesem Jahr um Punkt 0 Uhr die Lichter für die Kürbisgeneration erlöschen und der Heimweg ist angesagt.

Interessanterweise wurde der Brauch von den tief katholischen Puritanern aus England nach Amerika gebracht. Und während Halloween in den USA eher dunkel und schaurig ist, hat sich seit den 1990ern in Deutschland daraus eine Partykultur entwickelt - nicht zuletzt wegen den irischen Pubs, wo Halloween so feucht und fröhlich wie der St. Patricks Day gefeiert wird.

In der Münchner Kneipen- und Diskothekenszene ist man nun allerdings gespannt, wie die knapp 500.000 Erstwähler die Anordnung von höchster Stelle beurteilen.

Quelle: http://www.nachtgalerie.de/,Nachtgalerie.de;http://flickr.com/photos/26158860@N00/1815926127/,Bildquelle

Kommentare 10
  • 0
    esbinichesbinich1. Kommentar

    schon schlimm so ne Bayern Krankheit

    Tja, sollen die nur mal machen, sind ja nur die Wähler von morgen. Da Frag ich mich aber langsam wirklich ob die ganzen Volksvertretter nicht irgendwo aus einer Ansalt enflohen sind.
  • 0
    RIriso

    ein glück

    nerviges klingeln an der haustüre suckt einfach
  • 0
    ZOZoCkErBRD

    tja

    is sowieso nicht mehr das was es mal war =(
  • 0
    XXxxsushixx

    achja..

    jaja die bayern....aber sich aufm oktoberfest die hucke volllaufen lassen.
  • 0
    TITimTayorX

    omg

    deutschland wie im kindergarten...
  • 0
    NInight198

    lol

    na jetzt bekommen die im süden ne richtige macke oder was
  • 0
    fluse6fluse6

    hmmmm

    hab in bayern gewohnt und halloween gehoert dazu frag mich nur was den das bringt da eine sperre reinzuhauen...aber was solls
  • 0
    BaluBalu

    Haha...

    ...die Quittung hat die "CSU" ja jetzt bekommen. Allerdings sind die "Freien Wähler" mindestens genau so altbacken.
    Nun wäre es wahrscheinlich egal, wem man in Bayern die Stimme gegeben hätte, am "Mitternachts-Aus" für die Halloween-Parties hätte das nichts geändert.
    Schliesslich sind sogar die "Grünen" in Bayern erz-konservativ... 😉
  • 0
    agplayeragplayer

    Na ja

    Das Wahlergebnis ist vielleicht für alle Haloween - Fans befriedigend, aber für alle Gamer besteht jetzt die Chance auf eine "Katastrophe". Denn nachdem Herr Beckstein zurückgetreten ist, könnte jetzt der bisherige Innenminister Hermann Präsident werden. Und der ist einer der größten Feinde von "Killerspielen" in der deutschen Politik.
  • 0
    BaluBalu

    Keine Chance

    Es kann nur Seehofer werden - es war immer sein Traum, die Basis steht hinter ihm und er wird dementsprechend Berlin nur allzu gerne den Rücken kehren.

    Ich bin ehrlich, es würde mich wundern, wenn's wer anderes wird.

    Aber davon ab, ich bin mal gespannt, wer Juniorpartner der CSU wird - falls es nicht (wider Erwarten) doch eine große Koalition aus Freien Wählern, SPD und/oder Grünen sowie FDP gibt.

    Wie sagte der "Kaiser" immer so schön: "Schaun mer mal"...
??
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