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Szene22.02.2009, 08:01← Alle News

Tetris bringt Licht in dunkle Gassen

RonnyRonny658 LeserLesezeit 2 Min

Wer in diesem Winter dem kalten Wetter entfliehen konnte, indem er nach Sydney flog, dem dürfte mit etwas Glück die Straßenausstellung der „Gaffa Gallery“ aufgefallen sein. Diese beleuchteten eine dunkle Gasse mit farbenfrohen Tetrisbausteinen und brachten damit Licht ins Dunkle.

Tetris bringt Licht in dunkle Gassen
Als Alexei Paschitnow im Frühjahr 1985 ein Spiel für den Computer entwickelte, welches er oft als Brettspielvariante in seiner Kindheit spielte, hätte er nicht voraussagen können, dass dieses Spiel so populär und sogar einen berühmten Todesfall nach sich ziehen würde. Die Rede ist natürlich von Tetris, dem Gameklassiker schlecht hin. Bereits Ende 1985 war die russische IT-Brache von dem Spiel infiziert, so dass bald auch die Satellitenstaaten der Sowjetunion auf dieses Spiel aufmerksam wurden.

In den folgenden Jahren, bis zum Zusammenbruch des Ostblocks, entstand ein heftiger Lizenzkampf um die Vermarktung von Tetris. Neben Nintendo und Atari, mischte sich auch Robert Maxwell, einer der reichsten Männer der Welt und Inhaber der Maxwell Corporation, in die Lizenzverhandlungen ein. Am Ende schloss Moskau einen 500.000 Dollar Deal mit Nintendo. Darüber war Maxwell so erzürnt, dass er damit drohte Michael Gorbatschow, den damaligen Staatschef der Sowjetunion, in die Verhandlungen einzubeziehen, welcher ein guter Freund von Maxwell war. Doch alle Drohungen nützten nichts. Zwei Jahre später fand man Maxwell, nackt und tot im Wasser treibend, neben einer seiner Yachten. Auch für Atari war die nicht erhaltene Lizenz ein schmerzlicher Verlust, denn diese mussten ihre gesamten Kopien des Spiels vernichten, welche bereits fertig produziert waren und zum Verkauf bereit standen.

Heute ist Tetris ein Teil der Videospielkultur. Unzählige Klone des Spiels existieren und immer noch spielen täglich hunderttausende von Menschen das Original oder eine andere Version des Spiels. Viele Künstler nehmen das Spiel als Ideenschmiede für ihre Projekte. So auch die Künstler Kelly Robson, Ella Barclay, Hugh Rutherford, Adrianne Tasker und Ben Backhouse, welche über die Gaffa Gallery eine dunkle Seitenstraße in Sydney beleuchteten.

Hierfür bauten sie große Tetrislampen, welche zwischen den Häuserwänden der Gasse befestigt wurden. Die Lampen sind dabei genauso farbenfroh gestaltet wie ihre Originale im Spiel. Dadurch erhielt die Gasse eine ganz neue und freundlichere Optik. Die Ausstellung ging von Anfang Oktober bis Ende Januar dieses Jahres. Für die Sydneyer Künstler war sie ein voller Erfolg, da die Bilder der Ausstellung um die ganze Welt gingen. Ob weitere Projekte dieser Art geplant sind, ist nicht bekannt.



Quellen: cityofsydney, Wikipedia (Tetris), Bilder by Flickr
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Basler, Mario: "Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein." "Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt." (über den frischgeschorenen Glatzkopf Christian Ziege): "Jetzt sieht er aus wie ein frisch lackierter Totalschaden!"

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