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Szene30.07.2009, 02:02← Alle News

Highspeed-Uboot erfolgreich getestet

TorstenTorsten2.341 LeserLesezeit 2 Min

 Ein Traum Jacques Cousteau's war es sicher nicht, die Meere Unterwasser mit bis zu 100 Knoten (das sind etwa 185 km/h) zu erforschen. Aber für militärische Zwecke würde es ganz sicher einige Anwendungen für solch ein schnelles Unterseeboot geben.

Highspeed-Uboot erfolgreich getestet
Der "Underwater Express" ist ein Projekt der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency - eine Behörde des Verteidigungsministeriums der USA), die sich mit allerlei Forschungen rund um Verteidigungsaufgaben und Terrorismus-Bekämpfung beschäftigt - wie zum Beispiel hochentwickelte Übersetzungssoftware, Bioengineering um Kraft und Ausdauer von Soldaten zu verbessern oder die Entwicklung von Raumfahrttechnologie.

Der Unterwasserexpress stellte eine besondere Herausforderung dar und gehört nun offiziell zu den vergleichsweise wenigen Projekten, die es tatsächlich bis in die Testphase geschafft haben. Im Gegensatz zu modernen U-Booten, die so um die 30 Knoten schaffen, donnert das Highspeed-U-Boot mit bis zu 100 Knoten durch die Weltmeere. Entwickelt und gebaut wird der Flitzer vom amerikanischen Hersteller Electric Boat. Um die hohen Geschwindigkeiten überhaupt zu schaffen, musste ein völlig neues Antriebssystem entwickelt werden.

Völlig neu? Naja, nicht ganz. Die Technologie, die dies möglich machen soll, basiert auf dem Superkavitation-Effekt. Wenn ein Gegenstand im Wasser eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht, dann entsteht um ihn herum eine Gasblase. Diese hat selbst einen sehr kleinen Reibungswiderstand - viel kleiner, als der eigentliche Körper selbst - und schiebt sich deshalb viel leichter im Wasser voran. In dieser Blase "fliegt" nun der Körper selbst und ist vom Reibungs- und Strömungswiderstand im Wasser "entkoppelt". Dieses Prinzip wurde auch schon an Hochgeschwindigkeits-Torpedos getestet. Jedoch stellten bisher Ausdauer und Manövrier-Fähigkeit des Körpers ein großes Problem dar. Franz Edson, verantwortlich für strategische Waffensysteme beim Hersteller Electric Boat:
"Wir konnten sowohl Ausdauer als auch Wendigkeit im Superkavitationsflug deutlich erhöhen. Die Technologie ist jetzt so weit, dass man sie wirklich benutzen kann."


Ein weiteres Problem war ausserdem, dass man das Gas, welches sich im "Superkavitationsflug" um das U-Boot legen sollte, in ausreichenden Mengen mitführen musste. Das verhinderte längere Reisezeiten. Auch dieses Problem bekam man in den Griff. Franz Edson wollte sich aber nicht über die Lösungsansätze äußern - wahrscheinlich, um Konkurrenten keinen Vorsprung zu verschaffen.

Superkavitation Effekt
Superkavitation Effekt

Im Moment baut der Hersteller an einem etwa 30 Meter langem U-Boot, welches schon im Frühling 2010 in den GEwässern von Rhode Island bei Boston seine Jungfernfahrt absolvieren soll. Geplant ist ein zehnminütiges Manöver, in dem der im Maßstab Eins zu Vier gefertigte Prototyp nicht nur seine Wendigkeit und Ausdauer unter Beweis stellen, sondern auch die eingangs erwähnten Geschwindigkeiten von 100 Knoten erreichen soll. Ist der Probelauf erfoglreich über die Bühne gegangen, dann soll die Technologie an die US-Navy übergeben werden, die sich dann mit der Weiterentwicklung beschäftigen will.

Quelle: Gizmodo.com

Quelle: Foto: Deepangel

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