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Software29.11.2009, 10:46← Alle News

Jetzt mit Turbo: Firefox 3.7 bekommt Direct2D Hardware Unterstützung

TorstenTorsten501 LeserLesezeit 2 Min

Die Entwickler von Mozilla waren sehr fleißig in den letzten Wochen und haben schon die nächste Version in der Pipeline. Das dürfte vor allem an dem scharfen Wettbewerb liegen, der derzeit zwischen den verschiedenen Browserversionen herrscht. Der eine will besonders sicher sein, ein anderer möglichst schnelle Ladezeiten bei interaktiven Elementen liefern und dann gibt's da noch einen, der möglichst die moderne Syntax verstehen und einsetzen will. Ob der Firefox 3.7 nun all diese Dinge vereinen kann, bleibt aber noch abzuwarten.

Jetzt mit Turbo: Firefox 3.7 bekommt Direct2D Hardware Unterstützung
Aber die Entwickler wollen mit einem ganz anderen Feature die Gerüchteküche kochen lassen und haben verkündet, dass der Firefox 3.7 mit der Direct2D Unterstützung sprichwörtlich rechnen kann. Die Nachricht wurde zuerst über den Blog von Bas Schouten, einem der Entwickler in den digitalen Äther geschickt - übrigens kurz nachdem bereits Microsoft eine ähnliche Technologie für den kommenden Internet Explorerer 9 ankündigte. Man beschreitet dabei neue Wege, was das Rendering der Website im Browser angeht.

Sofern man eine Direct2D-kompatible Grafikkarte besitzt, kann die Grafikkarte komplett für das Berechnen der Seitendarstellung eingesetzt werden. Somit bleiben mehr freie Ressourcen - sprich Rechenzeit - auf dem Prozessor für interaktive Seiteninhalte wie Flash und Javascript. Wobei, und das hier nur als Randnotiz, Adobe diese Woche eine neue Flash-Version vorgestellt hat, die ebenfalls CPU-intensive Berechnungen von der Grafikkarte durchführen lassen kann.

In ersten Benchmarks hat sich ein eindeutiges Bild abgezeichnet. Während textlastige Websites, wie zum Beispiel Wikipedia.org überhaupt nicht von der Direct2D Unterstützung profitieren, brauchen interaktive Websites, wie zum Beispiel Twitter oder Facebook gerade mal die Hälfte der Ladezeiten, sobald die Direct2D Unterstützung aktiviert wurde. Dabei ist die Entwicklung noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Echtes "Smooth Scrolling", also ein sehr weiches und flüssiges Scrollen soll damit möglich gemacht werden.

Ebenso profitieren auch grafische Interface-Elemente wie vektorbasierte Grafiken, Bildverkleinerungen oder Überlagerungs- und Transformationseffekte in CSS (Version 3) von der Auslagerung auf die Grafikkarte. Dies sind Verbesserungen, die vor allem das Nutzer-Empfinden stark verbessern sollen. Inhalte stottern oder poppen nicht mehr auf, sondern werden samtweich eingeblendet, gedreht, verkleinert, gemorphed.
Firefox 3.7 Direct2D Performance Statistics

Wer sich die neue Technologie schon mal anschauen möchte, der kann das, vorausgesetzt Windows 7 ist installiert und eine DirectX10 kompatible Grafikkarte (mit WDDM 1.0 Treiber) steckt im Rechner, schon mal mit der Preview-Version von Firefox 3.7 testen.

Wie es aussieht, geht der Browserkampf weiter. Im Moment sind Googles Chrome, Apples Safari und Mozillas Firefo ganz vorn an der Spitze, was den Einsatz neuer Technologien (Javascript-Kompilierung, Rendering via DirectX) und die Unterstützung neuer Standards (CSS3, HTML 5) angeht. Um wirklich den Anschluss nicht zu verpassen, müssen sich der Internet Explorer und Opera demnächst ziemlich ins Zeug legen.

Nachrichtenquelle: PCpro.co.uk
Bildquelle: Chromjuwelen.com
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