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Allgemein31.01.2007, 13:16← Alle News

Neues Breitband - Überwachungsverfahren bekannt geworden

e-Felixe-Felix1.208 LeserLesezeit 1 Min

Das FBI holt zum allumfassenden, omnipräsenten Gegenschlag aus. Anstatt nur eine Person nach vorhergehender richterlicher Anordnung, die sich durch ihr Verhalten auffällig gemacht hat zu überwachen, werden jetzt in den USA seriösen Quellen zufolge ohne jeglichen Anhaltspunkt alle Aktivitäten von bis zu zehntausenden Internet-Usern zeitgleich überwacht.

Im Gegensatz zum Überwachungssystem Carnivore, mit dem das FBI zur Jahrtausendwende in die Schlagzeilen geraten war, handelt es sich nicht alleine um eine Überwachung des E-Mail Verkehrs. Es soll möglich sein unter Mithilfe von zusätzlicher Hardware bzw. der Veränderung der Software bei den Providern jeglichen Datentransfer mitzuschneiden. Die Geräte protokollieren dann genau mit, auf welchen Homepages man gesurft, welche Adressen man per ftp oder Telnet-Protokoll besucht oder mit welchen Personen man per irc, Skype oder icq gechattet hat. Immer vorausgesetzt, man tut dies ohne jegliche Verschlüsselung. Die dabei entstehende Datenbank kann dann jederzeit von den FBI Mitarbeitern gezielt nach Namen, E-Mail Adressen und Schlagwörtern durchsucht werden. Der erhobenen Daten können natürlich auch praktischerweise je nach Gusto für die Bekämpfung geringfügigerer Delikte wie Diebstahl, Filesharing, Steuerhinterziehung und ähnliches verwendet werden. Was hier passiert ist schlimmer als Carnivore. Erst wird umfangreich überwacht und wenn sich daraus Verdachtsmomente ergeben, die entsprechenden Personen gezielt belauscht.

Bei Carnivore wurden nur die Daten für eine spätere Analyse behalten, die im Filter der Ermittler gelandet sind. Die jetzigen Möglichkeiten des FBI sind weitaus umfangreicher. Von der gesetzlich vorgeschriebenen Minimalisierung und der ständigen Information der Exekutive über alle Schritte der Überwachung ist aktuell nichts mehr zu spüren. Denn diese Minimalisierungs-Regel darf umgangen werden wenn es sich um eine verschlüsselte Kommunikation oder Gespräche in fremder Sprache handelt. Und dann kommt der neue, überall präsente, digitale Staubsauger des FBI zum Einsatz. Paul Ohm, ein ehemaliger Anwalt des US-Justizministeriums sagte zum Thema Überwachungs-Flatrate:

Die Fragestellung ist interessant, obgleich mir nicht klar ist, ob dies illegal oder gesetzeskonform ist. Hat der Kongress überhaupt eine Ahnung, dass sie es tun? Ich habe keine Ahnung.

Quelle: http://www.threadwatch.org/node/11737, threadwatch.org

Kommentare 7
  • 0
    e-Felixe-Felix1. Kommentar

    tja

    ... Vista machts möglich ;D
  • 0
    Pvt._HudsonPvt._Hudson

    MIr stellt sich dennoch die Frage...

    ... welche Rechner das protokollieren? Denn es handelt sich ja nicht nur um 10.000 User welche online sind, es sind mindestens das 1000-fache.[/B]
  • 0
    TATakeoff

    Das Internet..

    ... ist schon lange nicht mehr anonym 😃
  • 0
    vebisvebis

    Technik, kein Ding

    Die US Geheimdienste sind schon lange vorne dabei, wenn es um High Performance Computing und Analyse von riesigen Datenmengen geht. Also um die technische Machbarkeit braucht ihr euch da keine Gedanken machen. Solche Tools wie Google Desktop und andere Derivate tragen natürlich bei, die Last der Geheimdienste zu senken 😃
  • 0
    TorstenTorsten

    Damit werden

    Anonymizer wie Torpark oder JAP immer attraktiver. Wird nicht lang dauern und fast jeder hat irgendwo nen VServer zu stehen, wo OpenVPN läuft, mit dem dann fleissig verschlüsselte Tunnel gebaut werden. 😉
  • 0
    wuselwusel

    schön

    ich bau auch son anonymisierungsserver auf und zeichne alle einkommenden und ausgehenden daten auf, mir vertrauen ja die leute...was gemerkt? wo bitte kannst du dir heute überhaupt noch leisten, jemanden zu vertrauen?
  • 0
    PGpgF4n4TC

    ^^

    Witzige und dennoch schockierende Tatsache!!!
??
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