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Allgemein05.02.2007, 00:05← Alle News

Kolumne: Willkommen im T-Com Hotline-Dschungel

TorstenTorsten2.042 LeserLesezeit 2 Min

Was passiert, wenn ein junger Spieler versucht, seine Internetleitung via Fastpath aufzustocken? Wie groß ist der Hotline-Dschungel der deutschen Telekom wirklich? Warum geht ein Mensch zum Äussersten und wagt sich auf den Vorhof der Hölle - und versucht, ein T-Com Produkt erfolgreich zu bestellen? Das und die Antworten auf andere W-Fragen finden Sie im Klapptext, viel Spaß beim Lesen.

Kolumne: Willkommen im T-Com Hotline-Dschungel
Ausschnitt:

Es war einmal in einem kleinen Dorf in der Nähe von Wesel, der Wind blies schwach, der Regen tröpfelte seicht aus den überfüllten Regenrinnen ... doch unberührt davon, in einem kleinem, nur von einigen Neonröhren beleuchteten Zimmer fand ich mich wieder. Der Geruch von alten Pizzakartons und Energy-Drinks lastete in der Luft, und die schon gespenstig wirkende Stille wurde nur durch einige Rufe wie "Zwei im lower Bomb-Spot" unterbrochen, die, wie ich feststellen musste, von mir stammten. Doch dann geschah es - Pingrape. Mein sowieso schon hoher Ping (als Ping bezeichnet man die Verzögerungszeit gemessen in Millisekunden) von rund 80 sprang schnell `mal jenseits der einhunderter-Grenze - und beendeten somit das Spiel für mich, "You have been kicked from the Server - you Ping timed out." Sichtlich verärgert bemühte ich mich, möglichst schnell wieder auf den Server zu kommen, als es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen viel - "dagegen musst du doch was tun können", dachte ich mir - und so besiegelte sich das Schicksal sämtlicher meiner Nerven.

"Willkommen bei der T-Com. Damit ich ihren Anschluss richtig zuordnen kann, brauche ich zunächst ihre aktuelle Runfnummer." Brav beantworte ich auch sämtliche anderen Fragen des - wie ich feststellen muss - ziemlich sensibel auf andere, im Hintergrund zu hörende Geräusche reagierenden ("Das habe ich nicht verstanden. Bitte wiederholen sie ihre Eingabe.") Bot`s. "Gut, ich werde sie jetzt zu einem passenden Berater weiterleiten". Einige Sekunden absoluter Stille vergehen, bis eine andere (ebenfalls sehr menschlich klingende Stimme) mir klar macht, dass im Moment alle Berater im Gespräch seien und ich doch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal anrufen solle.

Gut, als Schüler hat man natürlich Zeit, wobei ich mir eigentlich schon schönere Dinge vorstellen kann, als einem Bot fünf Minuten lang meine persönliche Daten sowie mein Anliegen zu übermitteln, doch zum Glück sind die Menüs mit nur ungefähr zehn Unterpunkten übersichtlich gehalten - und sollte man sich mal verwählen, ist es auch kein Problem, nachdem man sich alle Punkte, die die nette Damenstimme komplett aufzählt, angehört hat, wieder in das alte Menü zurückzuwählen. Nun, die Hoffnung, auch mal eine menschliche Stimme an den Hörer zu bekommen, starb auch nach 10 Versuchen nicht. Die Telekom-Hotlines scheinen aber wirklich ausgelastet zu sein, denke ich mir, und so versuche ich es weiter, bis ich nach zirka 20 Versuchen doch tatsächlich schon jemanden erreicht hatte. Warum der deutsche Telefonanbieter den Mitarbeitern unbedingt die guten alten Wählscheibentelefone aus der Zone zur Verfügung stellen muss, ist mir bis heute noch nicht klar, anscheinend hat die Nostalgie überall Einzug erhalten - auch in den wohl südlichsten Teilen Deutschlands.

Mehr von der Story gibt es bei der Komacrew zu lesen.

Quelle: http://www.komacrew.com/index.php?content=artikel/artikel&id=14,Komacrew.com

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