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Allgemein05.08.2007, 14:17← Alle News

Camripper auf der Abschußliste

aDaD1.153 LeserLesezeit 2 Min

Spätestens seit der Hart aber gerecht: "Raubkopierer sind Verbrecher"- Kampagne zeigt die Film- und Kinoindustrie Flagge im Kampf gegen die illegalen Machenschaften von einigen Teilen der Bevölkerung. In ihren Werbespots und mit ihren Plakaten vermittelt die Initiative eindringlich, dass das Kopieren, Verbreiten und Anschauen von unrechtmäßig erworbenem Filmmaterial längst kein "Kavalliersdelikt" mehr ist. Um so stärker geraten nun auch die Urheber der illegalen Kopien ins Visier der Fahnder. Nachtsichtgeräte und zweifelhafte Präzendenzfälle sollen für Abschreckung sorgen.

Camripper auf der Abschußliste
Die so genannten Camripper, auch mitunter als "First Seeder" bezeichnet, filmen mit einer Videokamera die Leinwand ab und stellen im Anschluß das Material ins Internet. Teils über diverse P2P-Tauschbörsen verbreiten sich so innherhalb kürzester Zeit vor allem aktuelle und populäre Titel über das Internet.

Der zurzeit sehr erfolgreiche Streifen "Simpsons - Der Film" parodiert dies eingangs mit Barts Tafelgag: "I will not illegally download this movie." Ob das allerdings dazu beigetragen hat, dass der Film "erst" zwei Tage nach dessen Kinostart im Internet aufgetaucht ist, darf angezweifelt werden. Jedenfalls wird dies von der Gemeinschaft zur Verfolgung von Urheberrecht (GVU) als Erfolg gewertet. Verantwortlich dafür sollen die in ausgesuchten Kinos installierten Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Überwachung des Kinosaals mit Nachtsichtgeräten, sein.

Doch dabei stand im Übrigen die GVU selber vor über anderthalb Jahren in den Schlagzeilen, Raubkopierer gesponsert und unterstützt zu haben.

Welche zweifelhaften Folgen die "Zero Tolerance"- Politik gegenüber den Missetätern haben kann, zeigt ein aktueller Fall aus Übersee. Mit einer geliehenen Digitalkamera nahm die 19-jährige Jhannet Sejas einen 20-Sekunden-Ausschnitt von "Transformers" auf. Dieser kurze Clip sollte lediglich dazu dienen, ihren 13-jährigen Bruder zum Kinobesuch zu bewegen.
Allerdings bemerkte das Personal, wie Sejas die Kamera verwendete und alarmierte umgehend die Polizei.
Nun drohen ihr 2.500 Dollar Geldstrafe und Haft.

Die Verteidigung hofft bis zum Prozessbeginn am 21. August auf die Einstellung des Verfahrens und betont dabei die Unverhältnismäßigkeit der geforderten Sanktionen.
Zumal das Mädchen, so die Anwältin Cindy Cohn, tatsächlich nur Werbung für den Film machen wollte.

Welche richterlichen Maßnahmen letztenendes ergriffen werden ist noch unklar. Sicher ist allerdings, dass Sejas nun für das Kino, in welchem sich der Vorfall ereignete, lebenslanges Hausverbot hat.

Werbespot  der "Hart aber gerecht" - Kampagne

Quelle: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=677174,Quelle 1;http://www.gulli.com/news/transformers-20-sekunden-2-500-2007-08-03/,Quelle 2

Kommentare 2
  • 0
    wuselwusel1. Kommentar

    unbrauchbar

    bei der miesen qualität von camrips (noch zumindest) brauch man das zeug auch nicht anschauen, sowas verdirbt nur den film!
  • 0
    GlubschiGlubschi

    Absolut überzogen

    finde ich das Urteil. Wie soll sowas noch zu einem guten Rechtsempfinden bei den Bürgern beitragen. Das Mädel hätte sich einfach ne Kopie ausm Netz ziehen sollen, wäre billiger gekommen und sie hätte jetzt kein Hausverbot. 😃
??
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