Games Convention bleibt hinter eigenen Erwartungen zurück
In den vergangenen Jahren hat die Fachmesse für Computer- und Videospiele eine stark wachsende Entwicklung durchgemacht. Die Zahl der Aussteller ist enorm angestiegen, die Besucherzahlen sind merklich nach oben geschossen und auch das Image dieser Messe in Medien und Wirtschaft hat sich sehr positiv entwickelt. Grund genug für den Veranstalter, sich in der Prognose für die Games Convention 2007 weit aus dem Fenster zu lehnen und über 200.000 Besucher vorauszusagen. Allerdings folgt auf einen Höhenflug meist die Ernüchterung und so geben die offiziellen Daten eine Anzahl von rund 185.000 Besuchern preis. Das dürfte Öl für's Feuer in der Diskussion zur Zukunft der GC sein. Denn seit letztem Jahr wird die Messe-Leipzig als Standort der Messe-Veranstaltung heiß diskutiert. Als Alternativen wurden Frankfurt, Köln oder Hannover ins Gespräch gebracht.

«Die GC 2007 hat alle unsere Ziele übererfüllt. Die gekommen seien, hätten sich zufrieden wieder aus Leipzig verabschiedet. Sowohl bei den Ausstellern und Fachbesuchern als auch beim Privatpublikum zeigt sich ein Höchstmaß an Zufriedenheit. Dieses Ergebnis unterstreicht einmal mehr, dass die Branche mit der GC als europäische Leitmesse in Leipzig ein ideales Zuhause hat» Auch Olaf Wolters, Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), erklärte:
«Die GC 2007 war wieder eine erfolgreiche und großartige Messe.» Das neue Hallenkonzept sei aufgegangen - sowohl die Fachbesucher als auch die privaten Besucher hätten dank der größeren Flächen und der neuen Hallenaufteilung bessere Bedingungen vorgefunden. Die professionelle Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe sei der Branchenmesse erneut zugute gekommen.
«Ich bin rundum zufrieden und freue mich auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißen wird: Willkommen in Leipzig»
Fest steht, dass die Games Convention auch 2008 in Leipzig zentraler Dreh- und Angelpunkt der Computer- und Videospiele-Industrie sein wird, das ist vertraglich festgelegt. Bis 2008 haben BIU und Leipziger Messe die GC gemeinsam geplant. Wie es danach weitergehen soll, ist jedoch noch unklar, denn naturgemäß haben auch andere Messegesellschaften durch den Erfolg der europäischen Leitmesse für interaktive Unterhaltung, Edu- und Infotainment, mobiles Gaming und Hardware, Blut geleckt. Die Leipziger werden hart mit dem BIU verhandeln müssen, um eine Abwanderung der Messe verhindern zu können. Man hat aber schon während den diesjährigen Messevorbereitungen engagiert nach Unterstützern unter den Ausstellern gesucht.

So zitierte die Messe in ihrem Abschlussbericht unter anderem Bernd Fakesch von Nintendo Deutschland mit den Worten, die Games Convention sei eine enorm wichtige Messe für das Unternehmen, «und Leipzig ist aus unserer Sicht ein idealer Standort». Nirgendwo in Europa würden so viele Spiele-Hersteller, Händler und Gamer in so direkten Kontakt miteinander treten. Für Electronic Arts erklärte Deutschland-Geschäftsführer Thomas Zeitner, seinem Unternehmen habe in diesem Jahr gut gefallen, dass völlig neue Zielgruppen nach Leipzig gekommen seien, speziell Frauen und ältere Gamer.
Quelle: http://www.pr-inside.com/de/computer-cyberspace-games-convention-verfehlt-r210805.htm,PR Inside;http://messe-leipzig.de/,Messe Leipzig
Bildergalerie
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Nachtrag
Insgesamt 185.000 Besucher (2006: 183.000 Besucher), 503 Aussteller (2006: 374) und 12.300 registrierte Fachbesucher (2006: 8.700).
Besonders auffällig war die zunehmende Internationalisierung der Messe. So stieg der Anteil ausländischer Fachbesucher auf 43 Prozent (2006: 24 Prozent). Quelle
Also eher ein deutlicher Zuwachs beim Fachpublikum.
Aber war denn auch diese GC-Freestyle-Geschichte ein Erfolg?

Torsten0
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