Seit 2004 hat es sich das UN Millennium Villages Programm zur Aufgabe gemacht, mittels der Verteilung von Mobiltelefonen auf dem afrikanischen Kontinent der weitverbreiteten Armut und Hungersnot entgegenzutreten. Bisher wurden erste Dörfer in Mali, Senegal, Uganda und Äthiopien mit Mobilfunk ausgerüsten. In einer Großaktion sollen nun weitere 79 Dörfer in zehn verschiedenen Staaten des "schwarzen Kontinents" mit Handys zur Steigerung der dortigen Lebensqualität versorgt werden.

Bald will die UNO insgesamt eine halbe Million "der Ärmsten der Armen" per Handy miteinander telefonieren lassen. Grund für diese auf den ersten Blick zweifelhafte Maßnahme ist die untersuchte Tatsache, dass das Benutzen von Mobilfunk in solchen Krisenregionen merklich zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung, vor allem in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und Wirtschaft, beitragen kann. "Es geht hier nicht darum Handys zu verteilen, sondern technische Infrastruktur bereitzustellen, die vorrangig die lokale wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung fördern soll. Davon profitiert - als Nebeneffekt - auch die Wirtschaft der Geberländer", erklärt Michael Obrovsky vom Österreichischen Forschungsinstitut für Internationale Entwicklung gegenüber pressetext.de.
Eine Studie aus dem Jahr 2005 fand heraus, dass bereits ein Anstieg von zehn Mobiltelefonen pro 100 Personen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 Prozent bewirken kann. "Die Technologie hat eine bemerkenswerte Wirkung, vor allem in abgelegenen Gebieten in denen die Möglichkeit zu kommunizieren lebenswichtig ist", so Jeffrey Sachs, Berater des UN-Generalsekretärs gegenüber der BBC.
Deshalb werden die von Ericsson finanzierten und mit Solarenergie wieder aufladbaren Geräte vornehmlich in Regionen verteilt, in denen chronischer Hunger herrscht und der Zugang zu medizinischer Versorgung sowie die Infrastruktur unzureichend sind. Zum Beispiel soll die Einrichtung einer Notrufnummer die Gesundheitsversorgung verbessern. Ebenso werden nach Angaben der UN vor allem Bildung und Wirtschaft von den Mobiltelefonen profitieren. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Afrikaner unternehmerisch tätig werden, sobald eine Technologie verfügbar ist", meint Ken Banks von Kiwanj.net, einer Organisation, die die innovative Nutzung von Mobiltelefonen in Entwicklungsländern fördert.
Eine Studie aus dem Jahr 2005 fand heraus, dass bereits ein Anstieg von zehn Mobiltelefonen pro 100 Personen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 Prozent bewirken kann. "Die Technologie hat eine bemerkenswerte Wirkung, vor allem in abgelegenen Gebieten in denen die Möglichkeit zu kommunizieren lebenswichtig ist", so Jeffrey Sachs, Berater des UN-Generalsekretärs gegenüber der BBC.
Deshalb werden die von Ericsson finanzierten und mit Solarenergie wieder aufladbaren Geräte vornehmlich in Regionen verteilt, in denen chronischer Hunger herrscht und der Zugang zu medizinischer Versorgung sowie die Infrastruktur unzureichend sind. Zum Beispiel soll die Einrichtung einer Notrufnummer die Gesundheitsversorgung verbessern. Ebenso werden nach Angaben der UN vor allem Bildung und Wirtschaft von den Mobiltelefonen profitieren. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Afrikaner unternehmerisch tätig werden, sobald eine Technologie verfügbar ist", meint Ken Banks von Kiwanj.net, einer Organisation, die die innovative Nutzung von Mobiltelefonen in Entwicklungsländern fördert.
Source: http://www.pressetext.de,Quelle
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Hilfe zur Selbsthilfe?
Ob das vielleicht tatsächlich die erste effektiv langfristige Hilfemaßnahme sein wird? Bis jetzt waren ja Hilfslieferungen von Bekleidung, Lebensmitteln und Medikamenten nur ein Tropfen auf den heißen Stein oder haben sogar neue Probleme hervorgerufen (Beispiel: gespendete Bekleidungsgüter wurden innerhalb des Landes von den Einheimischen zu derartig günstigen Preisen verkauft, dass die eigenen Produktionen keine Chance mehr auf dem Markt hatten). - 0
Neue Tauschware?
Die Frage ist auch, ob die Empfänger der Geräte deren möglichen Nutzen auch erkennen? Tausche komisches Ding gegen 3 Ziegen...Dennoch ist diese Maßnahme zu begrüßen. Als nächstes dürfte dann die 1000er Stammesflatrat folgen. In der ettnischen Hauptsadt Tallinn wird beispielsweise das Internet von der Regierung subventioniert. Internet kostenlos für alle ist dort ein Schlüssel für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. Zukunftsweisend.
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