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An seine letzten Tage in WoW kann sich Michael noch sehr gut erinnern. Doch auch lustige Episoden fallen ihm aus seiner aktiven Spielerzeit noch ein. Am Ende war er um ein paar Euro und viele Erfahrungen reicher. Das er den Ausstieg schaffte, verdankte er jedoch weder seinen Eltern noch seinen Freunden.
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Michael war komplett im Bann von WoW gefangen. World of Warcraft war für ihn nicht nur ein Spiel sondern sein Lebensinhalt. Immer tiefer drang er in dieses Universum ein und machte sich unterdessen auch einen Namen. Doch wo liegt der Reiz in einem Spiel, welches so viele Menschen scheinbar süchtig macht?
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Es ist Freitagabend. Die Sonne versinkt langsam am Horizont und vor mir sitzt Michael aus der Ukraine. Seit seinem 10. Lebensjahr lebt er schon in Deutschland. In der Zwischenzeit ist er 22 Jahre alt. Die Geschichten, welche er mir die letzten zwei Stunden erzählte, beinhalten lustige aber auch traurige Momente aus einer Zeit, in welcher er mehr Stunden das Flimmern eines Monitors sah, als das Sonnenlicht. Es war die Zeit, zu der er im Nachhinein sagt, dass er süchtig war. Süchtig nach dem Onlinespiel World of Warcraft.
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Eine neue Studie aus den USA beschäftigte sich erneut mit dem Thema der Spielsucht. Laut den neuen Erkenntnissen sind exzessive Computerspieler nicht nur spielabhängig sondern neigen auch stark zum erhöhten Konsum von Drogen.
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Laut Wissenschaft ja. Man muss sicher genau definieren, wer zu der Gruppe der Onlinesüchtigen gehört und wer nicht. Definiert wird das ganze so. Süchtig ist jemand, der mindestens 35 Stunden in der Woche im Internet verbringt. Gabriele Farke ist Onlinesucht-Beraterin und sie Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de. Farke ist aber auch der Meinung, dass diese Definition allein nicht ausreichend ist, denn das soziale Umfeld ist hier ausschlaggebend. Erst wenn ein Betroffener seine sozialen Kontakte vernachlässigt und infolge dessen auch verliert, könne man tatsächlich von einer Sucht sprechen. "Dies ist dann der Fall, wenn derjenige das Internet nicht in sein Leben integriert, sondern sein Leben dem Internetkonsum anpasst", führt Farke aus. Die Expertin ist der Meinung, dass derzeit knapp 2 Millionen Menschen in Deutschland von der Sucht betroffen sind. Tendenz hier natürlich steigend.
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In der Vergangenheit wurde oft über die Auswirkungen von Computer- und Videospielen auf die menschliche Psyche diskutiert und geforscht. Und das ist generell auch gut so. Wenn man bedenkt, was man alles so kaufen kann, ist Vorsicht geboten. Auch wenn es durchaus Studien und Meinungen gibt, die fernab von der Realität sind, ist es nicht abwegig, dass das Spielen von Computergames schwerwiegende Folgen haben kann. Zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. So sollte demnach nicht jeder Mensch alle Spiele ohne Vorbehalt spielen, genauso wie Kinder keine Spiele spielen sollten, die überaus brutal sind.
Morrigan35.87